Die Mammographie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung der Brust. "Mamma" ist der lateinische Name für die weibliche Brust. "Graphie" kommt aus dem Griechischen und kann mit Aufzeichnung oder auch Darstellungsverfahren übersetzt werden. Mammografien sind Röntgenuntersuchungen der Brustdrüse. Sie bilden das Drüsengewebe in drei Ebenen ab. Der spezialisierte Radiologe kann auf diese Weise feine Unterschiede in der Dichte und Zusammensetzung des Gewebes erkennen. Selbst kleinste Kalkablagerungen (Mikrokalk), die häufig ein erster Hinweis für Brustkrebs sind, können nachgewiesen werden. Für die Aufnahmen wird die Brust zwischen Röntgenröhre und Filmtisch gelegt und vorsichtig zusammengedrückt. Dabei ist die Bildqualität umso besser und die Strahlenbelastung umso geringer, je mehr die Brust komprimiert wird. Dieses Zusammendrücken empfinden die meisten Patientinnen als unangenehm und schmerzhaft. Von jeder Brust werden in der Regel zwei bis drei Bilder angefertigt. Bei unklaren Veränderungen können mehrere Aufnahmen nötig sein.
Zur Bestätigung von Mammographie-Befunden wird ergänzend eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Diese ist ein Verfahren zur bildlichen Darstellung verschiedener Körperregionen mit Hilfe von Ultraschallwellen. Der Arzt erhält dadurch zweidimensionale Bilder, die ihm eine räumliche Vorstellung von Grösse, Form, Struktur und Beschaffenheit der untersuchten Organe, Weichteilgewebe und Gefässe vermitteln. Zuerst wird der Patient, je nach darzustellender Region, entsprechend gelagert. Der Arzt bringt ein Gel auf den Schallkopf auf. Durch die Bewegung und unterschiedliche Abwinkelung des Schallkopfs auf der Haut kann der Arzt gewünschte Organe und Gewebe aus verschiedenen Richtungen einsehen und beurteilen. Wird der Schallkopf ohne Gel auf die Haut gehalten, dann werden die Ultraschallwellen durch die Luft zwischen Schallkopf und Haut vollständig reflektiert. So würde der Arzt keine Ultraschallbilder erhalten.